RSS-Feeds abonnieren

Welt online

MM News

Stichwort "Rechtsterrorismus"


Meist gelesen

„Geheimbünde“ und „Geheimwaffen“ des Dritten Reiches

Sonntag, 31. Juli 2011

.... im Spiegel der jüngeren Literatur

Kategorie: Geschichte

Die Rückkehr des Nurflüglers?

Sonntag, 31. Juli 2011
Nurflügler-Langstreckenprojekt von Junkers 1945
Nurflügler-Langstreckenprojekt von Junkers 1945

Pionierarbeit von Hugo Junkers als Basis der modernen Luftschiffahrt

Kategorie: Wissenschaft, Geschichte

Rockerclub Gremium MC gründet Niederlassung in Dinslaken

Donnerstag, 02. Februar 2012

Droht mit dem „Gremium Bosporus“ nun ein „Rockerkrieg am Niederrhein“?

 

Kategorie: Politik / Wirtschaft, Deutschland

Hessens Innenminister Boris Rhein verbietet Hells Angels Frankfurt

Freitag, 30. September 2011

Charter "Westend" und "Frankfurt" sollen gegen Strafgesetze verstoßen haben

Kategorie: Politik / Wirtschaft, Deutschland

Über die Toleranz jüdischer Hardliner

Freitag, 30. Dezember 2011

Email gibt Einblicke in die Gedankenwelt eines orthodoxen Juden

Kategorie: Politik / Wirtschaft, Europa & Welt

Parzifal.info unterstützen!


07-10-19 14:12 Alter: 11 Tage

Moderner Mensch schon vor 220.000 Jahren in Europa

Kategorie: Geschichte, Wissenschaft

Neue Funde stärken Zweifel an klassischer Out-of-Africa-These

Apidima 1-Schädel und Neandertalerin
Rekonstruktion des Apidima 1-Schädels, der in Griechenland gefunden wurde und plastische Rekonstruktion einer Neandertaler-Frau

Die „Out-of-Africa“-These schien in den letzten Jahren dank genetischer Erkenntnisse zunehmend unangreifbarer zu werden. Denn durch die Möglichkeit, die Abstammungslinie über einen Abschnitt des Y-Chromosoms zurückzuverfolgen, der nur von einem Vater auf seine männlichen Nachkommen übertragen wird, rekonstruierten Genetiker eine chronologische Verbreitung. Diese soll mit dem sogenannten „Adam des Y-Chromosoms“, also dem ältesten gemeinsamen Vorfahren aller heute lebender Männer, vor ca. 150.000 Jahren in Afrika begonnen haben und sich dann über den Nahen Osten bis nach Asien und Europa nachverfolgen lassen (https://de.wikipedia.org/wiki/Adam_des_Y-Chromosoms#Das_Alter_von_Adam) . Analog zum „Adam“ wurde schon zuvor eine „Ur-Eva“ ermittelt, die wiederum Ur-Ahnin aller heute lebenden Frauen gewesen sein soll und vor 150- 200.000 Jahren in Afrika gelebt hätte.

Kritische Stimmen, die diese hauptsächlich auf Computerberechnungen basierenden Erkenntnisse bezweifelten, kamen in den vergangnenen Jahren immer seltener zu Wort, obgleich es schon damals berechtigte wissenschaftliche Einwände gab.

Nun erschüttern neue archäologische und genetische Erkenntnisse diese vorherrschende Out-of-Africa-These erneut.

Die erste dieser Meldungen stammt bereits aus dem Jahr 2017. Damals hatte ein Forschungsteam unter Federführung des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena und der Universität Tübingen bei der Untersuchung mitochondrialer (von Müttern auf Töchter übertragene) DNA aus dem Oberschenkelknochen eines Neandertalers festgestellt, daß dieses bereits Erbgut des modernen Menschen enthielt. Zwischen 470.000 und 220.000 Jahren vor heute müssen sich demnach moderne Menschen mit in Europa lebenden Neandertalern vermischt und in der weiblichen DNA-Linie Spuren hinterlassen haben, wie die Zeitschrift „Nature Communications“ berichtete (https://www.archaeologie-online.de/nachrichten/alte-dna-wirft-neues-licht-auf-neandertaler-evolution-3659/ ).

Da das Erbgut der heutigen Menschen in Europa aber einen Anteil von Neandertaler-Genen aufweist, der zwischen 1,5 und 4% liegt, bedeutet dies, daß die gemeinsame Vorfahrin zumindest der europäischen Frauen älter als 200.000 Jahre sein muß. Denn bei der heute wissenschaftlich favorisierten späteren Vermischung zwischen Neandertalern und einer weiteren Einwanderungswelle moderner Menschen müßten zumindest einige Neandertaler-Mütter ihre Gene innerhalb der weiblichen Linie der Menschen in Europa verewigt haben.

Nun stützt eine weitere Studie die These, derzufolge der moderne Mensch schon viel früher außerhalb Afrikas lebte. Neue Analysen eines Schädels aus einem griechischen Fundort bei Apidima durch die Universitäten Tübingen und Athen ermittelten ein Alter von rund 210.000 Jahren (https://www.archaeologie-online.de/nachrichten/der-frueheste-nachweis-von-homo-sapiens-ausserhalb-afrikas-ist-ein-fund-aus-griechenland-4351/ ). Damit ist der sogenannte „Apidima 1“-Schädel der Nachweis des ältesten modernen Mensch, der außerhalb Afrikas lebte. Gemeinsam mit diesem Schädel aufgefundene Skelettreste von Neandertalern weisen zugleich darauf hin, daß diese frühe Population anatomisch moderner Menschen („Apidima 1“) von Neandertalern verdrängt wurde, die wiederum gegen 40.000 von weiteren Gruppen moderner Menschen verdrängt worden seien.

Beide Studien bestätigen aber die Möglichkeit, daß sich eine Population des modernen Menschen schon früh in Europa verbreitet und ihr Erbgut auch im heutigen Menschen hinterlassen haben könnte.



183 Leser

Parzifal.info mit Ihrer Spende unterstützen - jeder Betrag zählt!



Kommentare:

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*





*
*
Technische Betreuung Druckfahne MedienDesignwebsite templates.