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17-03-19 18:43 Alter: 2 Jahr/e

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Kategorie: Politik / Wirtschaft, Europa & Welt, Verschwörung

Fragen zum Amoklauf von Christchurch

Amokläufer Tarrant mit Freimaurergeste
Amokläufer Tarrant nach der Festnahme: "White-Power"- oder Freimaurersymbol?

Nach dem Amoklauf eines Rechtsextremisten im neuseländischen Christchurch, dem jüngsten Meldungen zufolge mehr als 40 Menschen zum Opfer gefallen sein sollen, ließ der Gutmenschenaufschrei über die sozialen Netzwerke nicht lange auf sich warten: Warum keine Sondersendung zum Thema rechter Terror, warum keine akutellen Talkrunden? Überhaupt kamen vielen linken Beobachtern die Beileidsbekundungen aus Politik und Gesellschaft zu kurz: Können wir nur über weiße Opfer trauern?

Wer sich noch an die ersten Wochen des NSU-Prozesses erinnert, kann diese Fragen getrost verneinen. Sondersendungen und Talkshows auf jedem Kanal sollten seinerzeit auch den Letzten davon überzeugen, daß diese Bundesrepublik alles ist, nur nicht auf dem „rechten Auge blind“. Doch der zerebrale Speicherplatz scheint bei einigen sehr klein, der politische Wille, stets antinational und proislamisch zu agitieren, dafür um so ausgeprägter zu sein.

Derweil ist es kaum verwunderlich, daß sich die Betroffenheit vieler Menschen in Grenzen zu halten scheint. Denn nach gefühlten Hunderten islamischen Attentaten mit Tausenden Opfern in Europa in den letzten Jahren mochte bei Vielen angesichts der ersten Meldungen aus Neuseeland unterbewußt das Gefühl mitschwingen, daß es nun wohl mal „die andere Seite“ getroffen habe. Das ist angesichts zahlreicher Opfer sicherlich nicht schön, aber irgendwie doch nachvollziehbar. Auf verschiedenen Plattformen war ein Video im Stile eines "Egoshooters" zu sehen, das der Amokläufer live während der Tat aufgenommen und ins Netz geladen hatte

Viel entscheidender aber wären doch die Fragen, warum „Mutti Merkel“ anders als bei islamischen Attentaten schon wenige Minuten nach dem Geschehen live ihre Beileidsbekundungen in die Kameras aufsagte, wo sie doch sonst nicht lange genug davor warnen kann, voreilige Schlüsse zu ziehen.

Und warum zeigte der Amokläufer nach seiner Festnahme im Gerichtssaal ein Freimaurersymbol in die Kameras, das natürlich von den Medien zu einem "White-Power-Sy,bol" uminterpretiert wurde.

Interessant wäre auch zu erfahren, warum die neuseeländischen Behörden ihre Bürger darauf hingewiesen haben, dass sie mit bis zu 10 Jahren Gefängnis rechnen müssen, wenn sie "wissentlich" eine Kopie des neuseeländischen Moscheen-Terrorvideos besitzen - und bis zu 14 Jahre Gefängnis drohen, wenn sie es weitergegeben haben. Unternehmen (z.B. Webhoster) müssen nach dem gleichen Gesetz mit einer zusätzlichen Geldbuße von 200.000 US-Dollar rechnen.

Und schließlich die letzte Frage: Warum gab es eigentlich keine öffentlichen Beschwichtigungen, daß dieses Attentat nicht für die Weltanschauung steht, die der Attentäter selbst für sich reklamierte? Um den Betrachtern die Sorge zu nehmen, daß mit rechtsextremistischen Anschlägen anders umgegangen wird, als mit islamischen, sind wir mit gutem Beispiel vorangegangen und haben vorsorglich schon mal bei Twitter darauf hingewiesen, daß diese Tat nicht dazu führen sollte, alle Rechtsextremisten unter Generalverdacht zu stellen, da diese Einzeltat ja mit Rechtsextremismus nichts zu tun habe....


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