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31-07-18 19:59 Alter: 15 Tage

Ist jede Kritik im Zusammenhang mit dem Judentum Antisemitismus?

Kategorie: Politik / Wirtschaft, Deutschland

Entlarvende Reaktionen auf kritischen Artikel der Thüringer Allgemeine zum „Jiddish Summer Weimar“


Festival-Chef Alan Bern

Der Artikel war keine jener üblichen Lobpreisungen, wie man sie sonst aus bundesdeutschen Medien anläßlich jüdischer Kunst gewohnt ist. Autorin Ursula Mielke kritisierte in ihrem Beitrag für die Thüringer Allgmeine vor allem die Profanität und Einfallslosigkeit des Auftaktkonzertes zum „Yiddish Summer Weimar“. Daß die Autorin das Festival insgesamt als künstlerisch weniger bedeutsam einstuft, wird erkennbar, wenn sie schreibt, daß man „künstlich nichts, aber auch gar nichts am Leben erhalten“ muß. Damit bezog sie sich erkennbar auf das Festival, daß wohl nur dank privater Förderer und Mitteln von Land und Kommune überhaupt stattfinden konnte. Kritisch merkte Mielke zudem noch an, daß der „ausgezeichnete Musiker und Festival-Macher“ Alan Bern, sich „im kleinen Deutschland“ statt in seiner Heimat USA wohl aus zwei Gründen angesiedelt habe: „Zum einen, weil alle Welt glaubt, dass wir Deutschen immer noch humanitäre Schulden aus dem Zweiten Weltkrieg zu begleichen hätten; zum zweiten, weil hier das Geld für allseits begründbare Projekte noch sehr locker fließt.“

Damit meinte sie ganz offensichtlich, daß ein kulturell eher belangloses und von der Öffentlichkeit nicht besonders gut angenommenes Konzert eines privaten US-Konzertveranstalters in der Bundesrepublik nur deshalb noch stattfindet, weil der Staat ein schlechtes Gewissen und grundsätzlich zu viel Geld für alle möglichen „Kulturprojekte“ zur Verfügung habe. Eine durchaus zutreffende Kritik.

Nicht so für die bundesdeutsche Medieninquisition, die deutlichen Antisemitismus in den Zeilen erkannte. Was genau an den Sätzen antisemitisch gewesen sein soll, blieb offen. Stattdessen wurden lediglich Personen von mehr oder minder großen Bedeuutung zitiert, die hier eine ausgeprochene Jundenfeindlichkeit erkennen wollten: Als „geschmacklos, unsensibel und schmerzlich” - wobei schmerzlich nicht fehlen darf! - bezeichnete der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, Reinhard Schramm, den Artikel.

Johannes Heil, Rektor der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, meinte sogar, die Redakteurin habe “binnen weniger Zeilen das gesamte Repertoire modern gewendeter Antisemitismen” eingespielt. Was sie schreibt, so Heil weiter, „könne man nicht mehr als Entgleisung durchgehen lassen, denn es habe System. Hier erklingt eine musikalische Variante der ‘Auschwitzkeule’, mit am Ende stets demselben Refrain: dass der Holocaust den Juden immer noch gut genug sei, um damit Kasse zu machen.”

Ein Artikel eines scheinbar objektiven Portals übernahm sogar Heils absichtlich mißverstandene Kritik an der künstlichen Lebenerhaltung des Festivals als Kritik an der jiddischen Kultur an sich, was entweder die Böswilligkeit des Autoren dieser Frage oder seine Dummheit offenbart. 

Und Festival-Veranstalter Bern kommentierte den Artikel mit dem Satz: „Die Sprache, die sie benutzt, ist die Sprache der extrem Rechten in Deutschland. Das kenne man von dem AfD-Politiker Björn Höcke und von anderen Menschen dieser Gesinnung.“

Der Chefredakteur der TA, Johannes M. Fischer, veröffentlichte schließlich ein Entschuldigungsschreiben im Netz, in dem er er sich von dem Artikel der freien Autorin mit den Worten distanzierte: „Er hätte nie erscheinen dürfen“. Doch er ging weit darüber hinaus. Fischers Sätze wurden zum Ausdruck einer Stiefelleckerei, wie man sie sich unterwürfiger nicht vorstellen kann: „Ein hässlicher Moment“ so Fischer, „stand in der Tür. Er war einfach da. Unangekündigt, unerwartet. Er sah feige aus, weil er nicht sagte, was er meinte, und es dennoch deutlich aussprach für alle, die die Botschaft hören wollen. Es war der Hass, der in der Tür stand. Es war böse.“

Man könnte meinen, Schneider beschrieb damit die Szene eines Kindsmißbrauchs oder einer brutalen Vergewaltigung. Damit reagierte Schneider sicherlich auch auf den Bojkottaufruf Heils, der Leser aufgwfordert hatte, ihre Abonnements zu kündigen und empörte Briefe zu schreiben. Daß Menschen wie Heil sich in ihrer Position so sicher fühlen, daß sie nicht einmal mehr zu bemerken scheinen, daß sie genau das kopieren, was sie Gegnern Jahrzehntelang zu jeder passenden und unpassenden Gerlegenheit vorwarfen, spricht für sich selbst: Statt „Deutsche, kauft nicht bei Juden“, nunmehr „Bundesdeutsche bojkottiert Israelkritiker“. Zugleich entlarvte sich Schneider mit seiner kriecherischen Entschuldigung aber auch als typischer Vertreter der „Eliten“ jenes BRD-Establishments, das das Land bis an den Abgrund geführt hat.

Objektiv betrachtet enthüllt dieser Vorgang aber auch sehr schön den Stand der angeblichen Meinungsfreiheit in der BRD: Eine Kritik an einer privaten kommerziellen Kulturveranstaltung wird zu einer antisemitischen Entgleisung verkehrt, nur weil es sich um eine jiddische Veranstaltung handelte. Der völlig richtige und nachvollziehbare Hinweis, daß Veranstalter Bern die bundesdeutsche Befangenheit in allen Fragen jüdischer Kultur und Politik gelegen kommt, um ein künsterlisch wertloses Festival am Leben zu erhalten, darf nicht unwidersprochen bleiben, da einige Menschen die Kritik mißverstehen könnten. Dabei handelte es sich nicht einmal um eine Veranstaltung der öffentlichen Hand, sondern eine des von Bern geleiteten Vereins „Othermusic e.V.“, die es mit jüdischer Musik und der Ankündigung eines Oral-Projektes zur Geschichte Weimars geschafft hat, als Kulturstiftung des Bundes anerkannt zu werden. Wenn man sich nun die Ticketpreise von Berns „Yiddish Summer Festivals“ anschaut, die bis zu 249,- Euro betragen, dann dämmert einem der eigentliche Grund für die Aufregung: Mit jüdischem Klamauk läßt sich in der BRD viel Geld verdienen, notfalls über Zuwendungen des Bundes, der Länder und Kommunen. Wer den künsterlischen Wert dieser Veranstaltung in Frage stellt, gefährdet das Geschäftsmodell. Und wer das Geschäftsmodell und damit die Einnahmen gefährdet, muß bekämpft und ausgeschaltet werden. Nicht nur bei Juden, sondern überall in der BRD...


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