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Lunikoff-Interview

Dienstag, 16. November 2010

Lunikoff

Sänger der "Lunikoff-Verschwörung" im Gespräch

Kategorie: Kultur / Sport

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16-11-10 16:07 Alter: 10 Jahr/e

Lunikoff-Interview

Kategorie: Kultur / Sport

Sänger der "Lunikoff-Verschwörung" im Gespräch


Lunikoff

Folgendes unveröffentlichtes Interview mit Sänger „Lunikoff“ aus dem Jahr 2008 wurde Parzifal.info zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Vorsorglich weisen wir darauf hin, daß die hier geäußerten Meinungen nicht den Standpunkt der Parzifal-Redaktion widerspiegeln.  

Nach 3-jähriger Kerkerhaft wurde Sänger Michael R. - besser bekannt als „Lunikoff“ am 26. 3. 2008 aus der Haft entlassen. Anlaß für ein paar Fragen an den wohl bekanntesten „rechtsradikalen“ Musiker Deutschlands zu seinen persönlichen Erfahrungen und politischen Einschätzungen.

1. Vorweg erst einmal die Frage, wie Du die lange Zeit hinter Gittern überstanden hast. Konnte sich die Flut von Briefen, die Dich in der Zeit erreicht haben dürften, positiv auf Deine Stimmung auswirken - wie ist heute Dein Befinden, kannst du diese Erfahrung, auf die man gerne verzichten würde, in wenigen Sätzen zusammenfassen?

Also, danke der Nachfrage, mein Befinden ist derzeit ausgezeichnet! Nach fast 3 Jahren im allerletzten „Wohnklo“ kein Wunder. Auf die Erfahrung „Knast“ (und speziell Tegel!) hätte ich schon ganz gerne verzichtet, es ließ sich nun aber mal nicht vermeiden, also galt: Das Beste draus machen! Natürlich gab die unglaubliche Solidarität – von der Brief-„Flut“ bis zur Demo vor der Kiste- einem schon eine Menge Kraft, Danke an alle an dieser Stelle!

2. Wie ist die Lage eines nationalen Gefangenen im Systemkerker - insbesondere wenn sich viele Mitgefangene über Deine Musik ein Urteil über deine Einstellung zu verschiedenen ethnischen Gruppen gebildet zu haben meinen?

Schön formuliert! Haha! Die Lage ist natürlich, na, sagen wir mal „mit Schwierigkeiten verbunden“, was scheinbar ganz gezielt von System und Anstaltsleitung mit einkalkuliert wird. Der nationale Gefangene soll gebrochen werden, mit welchen Mitteln auch immer, So gesehen ist es ein kleines Wunder, dass mir kein Leid geschehen ist. Ich wurde z.B. ganz bewusst auf den „Junkie-Flügel“ gelegt, kann sich keiner vorstellen…

3. Die Umstände, die zur Festnahme, der langen Untersuchungshaft und nach einem längeren Verfahren zur Haftstrafe führten, spiegeln neben der juristischen Dimension zugleich Faktoren menschlicher Schwäche wider: Ein langjähriger Kamerad sagte gegen Dich aus und erhielt dadurch eine mildere Strafe - wie stehst Du heute in der zeitlichen Perspektive zu diesem Fall?

Dazu ist bereits alles gesagt. Jede weitere Erwähnung dieses Individuums wäre zu viel der Ehre…

 4. Erstmalig wurde mit der Musikgruppe Landser eine Musikformation aufgrund des Vorwurfs der Bildung einer kriminellen Vereinigung angeklagt, Trotz erheblicher Bedenken von Juristen wurdest Du und ein Bandkamerad  schließlich verurteilt, was die Ängste des Systems vor der wohl bekanntesten sogenannten „Rechts-Rock-Band“ Deutschlands verdeutlichte. Wirst Du trotz der zu erwartenden verschärften Beobachtung weiter Musik machen und was würdest Du Mitgliedern ähnlicher Musikformationen aufgrund Deiner Erfahrungen mit auf den Weg geben?

Verurteilt als „kriminelle Vereinigung“ und das gleich zweifach, weil die Band zwischenzeitlich mal ´n hal­­bes Jahr nicht bestanden hätte! Ihr seht, Karlsruhe ließ nichts unversucht…(Kamen aber mit „zweifach“ nicht durch!)

Ich mache natürlich weiter!

(Streeeng legal, versteht sich!)

Was ich „ähnlichen Musikformationen mit auf den Weg geben würde“? AUFPASSEN!

Und: Nicht erwischen lassen!

 5. Angesichts einer Reihe sehr bewegender und melancholischer Texte auf einer der letzten veröffentlichten Scheiben vor Deinem Haftantritt befürchteten viele Anhänger, daß Dich Dein Lebensmut verlassen haben könnte. Das dem nicht so ist, wird einem vor allem in der persönlciehn Begegnung mit Dir bewußt. Woraus schöpfst Du die Kraft des Festahltens am eigenen Stolz, die Kraft zum Weitermachen, trotz der oftmals wenig optimistischen Situation?

Wenn einen der Lebensmut verlässt, dann bringt man wohl keine neue Scheibe raus! Das die „Niemals auf Knien“ etwas „ernster“ als gewohnt war, ist doch angesichts meiner damaligen Situation verständlich. Nach ´nem „Totsaufsong“ war mir kurz vor Haftantritt nicht zumute…

6. Viele Deiner Lieder stammen von melodischen Vorbildern nicht nur aus dem englisch-sprachigen Rock`n`Roll sondern sogar aus dem linken Lager (Ton, Steine, Scherben / Lokalmatadore), was gerade zu Beginn Eurer Laufbahn, als dieses noch nicht üblich war, verschiedentlich für Kritik sorgte. Heute werden desöfteren linke Vorbilder aufgegriffen und umgetextet - eines der bekanntesten Beispiel hier ist das vom Refrain vielleicht nicht ganz glückliche „Deutschland halts Maul“ ,was bei seiner Nutzung als Demonstrationsbegleitmusik nationaler Demos teilweise für Irritationen sorgte. Wie stehst Du heute zu Adaptionen aus dem „gegnerischen“ Lager und was waren Deine persönlichen primären musikalischen Inspirationen?

Die Idee, die eingängigsten „Hits“ aus dem gegnerischen Lager zu klauen und umzutexten, ist schon älter *schmunzel*. Den bekanntesten „Adapteur“ darf ich aus juristischen Gründen nicht zitieren…

Meine Inspirationen hole ich mir aus der riesengroßen Rock’n’Roll-Rumpelkammer, fast alles war schon mal da und wozu „das Rad neu erfinden“! Ton Steine Scherben hat Freude gemacht, allerdings so was wie „Slime“ käme nicht in Frage. Bei „antideutsch“ hörts nun wirklich auf…

7. In Deinen Liedern schimmert viel historisches Wissen durch. Gibt es hier literarische Werke, die dich besonders geprägt haben und die Du vielleicht generell zur Lektüre empfehlen würdest?

Sehr schön, mit solchen Komplimenten kommt man an sein Interview! *lach*

Danke für die Blumen! Auch hier kann ich die ersten 100  (oder 1000) Buchempfehlungen mir aus Gründen des Strafrechts sparen!

An Neuerscheinungen lesenswert fand ich: Eggert: „Erst Manhattan, dann Berlin“, und, geradezu unglaublich: Uschkujnik: “Paradoxie der Geschichte“.

8. Du bist kurz vor dem Haftantritt der Partei NPD beigetreten. Deine politische Einstellung dürfte sich dadurch nicht geändert haben. Was führte dich zu diesem Schritt und hälst Du ihren Weg des Versuchs der politischen Einflußnahme über die Parlamente  für erfolgversprechend?

Ja, ich bin 2004 der NPD beigetreten. Für mich stellt das allerdings nicht den geringsten Widerspruch zu den freien Kräften dar, im Gegenteil. Ich bin jetzt kein „Parteisoldat“ sondern, na, nennen wir es mal „kritisches Mitglied“. Aber ich glaube absolut, dass wir nur zusammen stark sind. (Wenn man nur an die unseligen Streitereien früher zwischen den NS-Kleinstparteien oder ähnliches im Skinheadbereich denkt!)  Ob da nun „nur“ die Charakterschwächen bestimmter „Platzhirsche“ die Ursache sind, oder tatsächlich Einflussagenten am Werk sind, ist in den Auswirkungen fast egal.

Auch als Parteimitglied werde ich es so halten wie bisher, und mich nur mit Leuten abgeben, von deren  ehrlichem Wollen ich überzeugt bin, egal ob Partei, Freier Widerstand, Skinhead oder dauerschimpfender Ottonormalverbraucher.

Und diesen ganzen Widerstand um eine Partei herum zu gruppieren, gibt uns angesichts der unaufhörlichen Hexenjagd noch gewisse Spielräume. Den „Versuch der politischen Einflussnahme über die Parlamente“ sollten wir zumindest  machen, aber dass sich Demokraten auf demokratischem Wege von den Fresströgen der Macht entfernen lassen, da hab auch ich ernsthafte Zweifel…

9. Was sind Deine Pläne für die Zukunft ?

Lasst euch überraschen…


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